Es geht wieder los.

Liebe Leser,

wisst ihr eigentlich warum ich den FC Schalke 04 so mag? Ich mag den Verein nicht wegen irgendwelcher Vorstände, Fanverbände oder irgendwelcher Spieler. Nein, ich mag Schalke, weil es hier noch eine gewisse Kontinuität gibt. Man weiß genau, dass wenn der Verein zum ersten Spiel der neuen Saison so spielt wie gestern, dauert es keine 45 Minuten und schon beginnen wieder die Trainerdiskussionen. Da wird hier der Kopf von Keller gefordert, während dort gleich der Rausschmiss der ganzen Mannschaft in Betracht gezogen wird. Das alles ist natürlich einhergehend, mit der kühnen These, dass Keller ja gar nicht aus dem Amt fliegen kann, weil er sich zusammen mit Horst Heldt eine Schwaben-Connection aufgebaut hat, die jetzt den ganzen Verein unterwandert hat um daraus einen zweiten VfB Stuttgart aufzubauen (Diese leichte Übertreibung ist an dieser Stelle gewollt). Der normale Schalker regt sich nun mal gern leidenschaftlich auf. Und der Verein mit den 60.000 Trainern bei jedem Heimspiel im Stadion hat einen Vorsatz, den er einfach lebt: Wir geben den Leuten was sie brauchen! Aber doch bitte nicht gleich nach dem ersten Spiel!

Ja ok, jetzt sind wir eben schon in der ersten Runde vom Pokal raus geflogen. Ja ok, dass dann auch noch gegen eine Mannschaft aus der dritten Liga. Aber es ist mir eigentlich herzlich egal. Früher oder später wären wir so und so raus geflogen. Dann hätten wir eben bis zur Winterpause gegen ein paar Gegner aus den unteren Klassen spielen müssen. Dann hätten wir uns bis dahin als Entschuldigung für die schlechte Hinrunde eben die 3-fach-Belastungs-Ausrede anhören müssen. Und dann wäre die wie immer schlechtere Rückrunde gekommen. Das bleibt uns jetzt zum Glück alles erspart, nur weil wir von einem Drittligisten auf die Fresse bekommen haben.

Gestern ist mir egal. Die neue Saison beginnt für mich ab jetzt.